TSF Heuchelheim

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Verwirrung nach dramatischem Spiel: TG Friedberg muss um Klassenerhalt zittern - TSF jubeln

Der Abstiegskampf der Handball-Landesliga war an Dramatik nicht zu überbieten. Zwei Mails machten am Sonntag die Verwirrung komplett. Die TG Friedberg muss doch noch um den Klassenverbleib zittern.

 

Von Peter Hett

 

Was für eine Dramatik! Nach einer schlaflosen Nacht bei der TG Friedberg steht fest: Die Kreisstädter müssen noch um den Klassenerhalt in der Landesliga zittern. Der TSV Griedel ist durch den 23:22-Sieg bei Meister TV Breckenheim als Rangsiebter sicher gerettet.

Ausgleichstor zurückgenommen

Dabei musste die TG nach der 24:25-Niederlage gegen die TSF Heuchelheim, bei der das für den sicheren Klassenerhalt notwendige Ausgleichstor kurz vor Spielende zurückgenommen wurde, über Nacht zittern. Der Grund: Obwohl in der Oberliga Hessen kein Wetterauer Verein spielt, ist ein Blick auf die Schlusstabelle notwendig, um die Zahl der Absteiger in der Landesliga zu ermitteln. Aus der Oberliga werden der TV Hüttenberg II und die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden absteigen und erhöhen die Zahl der Landesligaabsteiger auf vier. Die auf dem ersten Nichtabstiegsrang (11.) platzierte TSG Münster hält die Klasse – Stand jetzt. Sollte jedoch Hessenmeister TV Kirchzell in den Qualifikationsspielen um den Aufstieg in die 3. Liga scheitern und in der Klasse verbleiben, steigt Münster doch noch ab und erhöht damit die Zahl der Landesliga-Absteiger auf fünf.

Potenzieller fünfter Absteiger

Zwischen den Plätzen acht bis elf der Landesliga liegen die punktgleichen TSF Heuchhelheim, TG Friedberg, HSG Lollar/Ruttershausen und TSG Eppstein. Eine Tabelle, die aus den Ergebnissen dieser Vereine gegeneinander resultiert, ergibt Aufschluss über die weitere Rangfolge. Heuchelheim, das am Samstag in Friedberg gewonnen hat, kommt auf 8:4 Punkte und hat den Klassenerhalt sicher. Eppstein kommt lediglich auf 4:8 Punkte und steht damit als vierter Absteiger fest.

Die TG Friedberg und die HSG Lollar/Ruttershausen erspielten beide 6:6 Punkte und ermittelten damit einen eventuellen fünften Absteiger. In der Tabelle der vier punktgleichen Mannschaften hat die TG dabei die Nase gegenüber Lollar/Ruttershausen dank der besseren Tordifferenz die Nase vorn. Entsprechend war aus einer am Sonntagmittag verschickten E-Mail zu entnehmen, dass Friedberg sicher die Klasse gehalten hat. Doch wenig später kam die Korrektur. Offenbar zählte doch der direkte Vergleich zwischen beiden Teams, der Lollar/Ruttershausen mit einem Tor vorne sah. Nach jetzigem Stand muss als die TG Friedberg noch die Aufstiegsspiele zur 3. Liga abwarten.

Verwirrung durch zwei Mails

Unmittelbar nach Spielschluss am Samstagabend hatte sich Uli Kaffenberger, Handballabteilungsleiter der TG, bei der spielleitenden Stelle der Landesliga erkundigt. Eine definitive Aussage wurde ihm nicht zuteil. »Um sämtliche Fehler auszuschließen, wird man morgen früh mit aller Sorgfalt die endgültige Sachlage eruieren und sich danach äußern«, wurde ihm erklärt. Nach einer schlaflosen Nacht kam am Sonntagnachmittag von Staffelleiter Manfred Leber aus Dreieich zunächste die gute, dann die schlechte Nachricht.

Gut 24 Stunden zuvor unterlag die TG Friedberg in einem dramatischen Spiel gegen die TSF Heuchelheim mit 24:25 (11:14). Das Spiel war nichts für schwache Nerven und bot bis zum letzten Pfiff der Schiedsrichter Spannung pur. Besonders hoch her ging es in der letzten Spielminute. Die Gäste hatten durch Björn Hofmann zum 25:24 vorgelegt. TG-Trainer Sven Daxer reagierte zwanzig Sekunden vor dem Abpfiff mit einer Auszeit. Zehn Sekunden vor Spielende erzielte Friedberg den vermeintlichen Ausgleich, der für die TG die Rettung bedeutet hätte. Die Schiedsrichter nahmen das Tor zurück und entscheiden auf Freiwurf für Friedberg. Der allerletzte Wurf des Spiels wurde Beute des in der Schlussphase auf Heuchelheimer Seite eingewechselten Torwarts Tobias Kassebaum.

Irre Schlussminute

Bis zu dieser Endphase hatten die Zuschauer ein abwechslungsreiches Spiel erlebt. Den besseren Start hatten die Wetterauer, die mit 6:4 (Avemann/12.) vorlegten und diese Führung bis zum 9:7 (A. Schmidt/20.) verteidigten. Mit einem 5:0-Lauf drehte Heuchelheim das Spiel und nahm eine Drei-Tore-Führung mit in die Pause. »Wir haben unsere Vorgaben umgesetzt, sind dann aber wieder einmal an fehlender Konstanz gescheitert«, sagte Daxer.

Auch nach dem Wiederbeginn hielt Heuchelheim seine hohe Intensität aufrecht und wähnte sich mit dem 16:11 (Bley/34.) auf einem guten Weg. In der Folge leistete sich die Mannschaft von Trainer Claus Well zu viele Fehlwürfe, allen voran Daniel Bley der unter anderem drei Siebenmeter verwarf. Die Gastgeber erkannten ihre Chance und hatten beim 17:17 (Zinnel/41.) wieder ausgeglichen. »In dieser Phase fanden wir keinen Zugriff aufs Spiel«, sagte Well, der seine Abwehr auf eine 5:1-Formation umstellte. Das brachte seine Mannschaft wieder in die Erfolgsspur. Die 18:17 Führung (A. Schmidt) wurde von Hofmann und Bley gekontert. Ab dieser erneuten 19:18-Führung der Gäste (44.) lief der restliche Spielfilm in einer Wiederholungsschleife. Die Gäste legten jeweils mit einem Tor vor und Friedberg glich aus. »Die fehlende Konstanz zieht sich wie ein roter Faden durch unser Spiel. Während unserer Schwächephasen sind wir zu fehlerhaft«, sagte Daxer über die Niederlage, die er aufgrund des nicht gegebenen Ausgleichs als tragisch bezeichnete. »Die letzten zehn Minuten war es für beide Seiten nur noch Glück und Pech. Nach diesem hoch emotionalen Spiel sind Spieler, Trainer und Zuschauer mit den Nerven am Ende« sagte TSF-Trainer Well abschließend.

TG Friedberg: Balazs, Merten, Zinnel (5), Christian Schmidt, Ploner, Jonscher, Mahr, Reeb, Petrosanec (4), Beyster, Vlad (4), Avemann (6/3), Gustavsson (2), Aljoscha Schmidt (3/2).

TSF Heuchelheim: Kassebaum, Schlesinger; Bley (7/3), Schmidt (4), Koch (1), Hoffmann (2), Kaplan, Weber, Mackellar, Rinn (2), Hofmann (7), Kröck (1), Czaja (1).

Im Stenogram /Schiedsrichter: Harms/Solf (Fulda/Alsfeld). – Zuschauer: 280.– Strafzeiten: 2:6 Min. – Siebenmeter: 7/5:6/3.

Quelle: Gießener Allgemeine / Wetterauer Zeitung (Online: https://www.giessener-allgemeine.de/…/Lokalsport-Verwirrung…)

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